Regionalkonferenzen in M-V
Regionalkonferenz Greifswald 2026
Regionalkonferenz Greifswald 2026
Am 30.10. fand nach Wiligrad, Landsdorf, Rostock und Neustrelitz die fünfte Regionalkonferenz unseres HÄV in diesem Jahr in Greifswald statt. Unterstützt vom Leiter der Allgemeinmedizin der Universität Greifswald Prof. Jean-François Chenot und seinem Team konnten wir als Referenten und Frau Dr. Anke Herrmann – Dermatologin aus Greifswald und Prof. Chenot selbst zu jeweiligen Fachthemen begrüßen. Über die aktuellen berufspolitischen Rahmenbedingungen informierten Dr. Fabian Holbe, Vorstandsmitglied der Ärztekammer MV, Dr. Tilo Schneider, hausärztlicher KV-Vorstand und Dr. Stafan Zutz, Vorsitzender des HÄV MV. Im Anschluss war genug Raum für Fragen und Diskussionen zwischen den teilnehmenden Ärztinnen und Ärzten und den Referenten.


Regionalkonferenz Rostock 2026

Regionalkonferenz Rostock: Gemeinsamer Dialog zur Zukunft der Notfallversorgung
Der Konferenz- und Entscheidungsraum der Leitstelle der Feuerwehr Rostock war am 30.6.26 mit rund 30 Hausärzten voll besetzt: Auf Einladung der HÄV-Vorstandsmitglieder Torsten Lange und Tilo Schneider trafen sich Vertreter des Rettungsdienstes und Hausärzte zum Austausch. Der KV-Kreisstellenleiter stellte die Struktur der Kreisstelle sowie den KV-Bereitschaftsdienst mit drei Bereitschaftspraxen, Fahrdienst und hausärztlichem Stadtteildienst vor. Tilo Schneider erläuterte die Auswirkungen der geplanten Notfallreform, Claudia Scheltz, leitende Notärztin der Hansestadt Rostock, gab einen Überblick zu den vorgesehenen gesetzlichen Änderungen und zur aktuellen Notfallversorgung in Rostock.
In der Diskussion ging es u. a. um fehlenden Zugriff auf ePA- und NFDM-Daten im Rettungswagen sowie Defizite in der Einsatzdokumentation. Als zentrales Ergebnis wurde der Bedarf an besserer Kommunikation zwischen allen Beteiligten benannt. Kritisch bewertet wurde zudem die geplante 24/7-Anlaufpraxis zusätzlich zu bestehenden hausärztlichen Strukturen (z. B. dem freiwilligen Tagesdienst im Stadtteil): Die Teilnehmenden sahen das Risiko von Doppelstrukturen und neuen Schnittstellenkonflikten statt einer besseren Versorgung. Trotz dieser Punkte fiel das Fazit positiv aus; das große Interesse unterstrich den Bedarf an sektorenübergreifendem Austausch, insbesondere auch unter Hausärzten. Das Dialogformat soll daher fortgeführt und regelmäßig wiederholt werden.



